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trunderworld_pack_thmbDer ewige Kampf ‘Mann gegen Frau’ wird im Action-Adventure-Genre jeher von Lara Croft und Indiana Jones ausgetragen. Konnte Indy immer noch mithalten, durch seinen Film-Bonus und die doch spielbaren Games, macht Lara immer mehr an Boden gut mit handlicherer Steuerung und bemerkenswerter Grafik. Während der neue Indy-Teil scheinbar auf ‘Pre-Gen’-Grafik setzt, bedient Lara mit ihrem neuesten Abenteuer aus dem Hause Eidos die komplette Bandbreite an ‘Next-Gen’-Plattformen und dazu noch den DS und die PS2. Ich habe mir mal die PC-Version zu Gemüte geführt.

Story

Lara ist immer noch auf der Suche nach ihrer verschollenen Mutter. Dabei folgt sie einigen Hinweisen, die ihr Vater zurückgelassen hat. Alles deutet darauf hin, dass diese sich in Avalon befindet, doch um dorthin zu gelangen benötigt Lara Thors Hammer. Doch auch die Konkurrenz, bekannt aus den vorherigen zwei Teilen, versucht nach Avalon zu kommen, um eine weltvernichtende Macht freizusetzen. Auf ihrer Suche steht mal wieder der ein oder andere exotische Ort auf dem Reiseplan bis hin zur Unterwelt (daher der Name).
Wer Legend und Anniversary nicht gespielt hat, kommt sich sicherlich etwas verloren vor, da auch das “Previously on TR” nicht viel weiterhilft.

Grafik

Über die Grafik lässt sich wirklich nicht meckern. Die Orte sind detailreich gestaltet und auch die Effekte sind zeitgemäß. Noch dazu benötigt man auch nicht den neuesten Rechner, um überhaupt flüssig ins Menü zu kommen. Natürlich ist eine DX10-Grafikkarte Pflicht, wenn man das volle Grafikpotential ausschöpfen möchte, aber auch auf älteren Maschinen macht das Spiel noch Spaß.
Die Animationen sind auch wieder top! Es macht richitg Freude zuzuschaun wie Lara Steinwände raufklettert oder auf Balken balanciert.

Steuerung

Auch hier wird weiter auf die beiden Vorgänger aufgebaut. Die Kombination aus Maus und Tastatur ist sehr gut gelungen. Auch wenn bei einigen Kletterpassagen die Kamera etwas rumzickt, ist sie im Allgemeinen kein großes Problem, das den Schwierigkeitsgrad des Spiels künstlich nach oben treibt (ich erinnere mich mit Graus zurück an einige Passagen aus Anniversary mit dem Wandlauf).

Spielmechanik

Klettern, Schießen, Rätsel knacken. Auf diese drei Punkte kann man das Spiel wohl reduzieren, was in keinster weise negativ gemeint sein soll. Das Spiel wirkt nicht überladen mit irgendwelchen Mini-Spielchen, die auf Dauer nur noch nerven.
Auch die Quicktime-Events, bei denen man schnell eine vorgegebene Taste drücken musste, sind aus dem Ablauf verschwunden. Diese wurden durch Bullettime-Events ersetzt, in denen die Zeit langsamer läuft, man aber immer noch die gleichen Steuerungsoptionen hat wie sonst auch.
Die Kletter-Moves sind ebenfalls weitesgehend schon aus den Vorgängern bekannt und haben auch gut funktioniert, so dass ein flüssiges Spielen möglich ist.
Außerdem wurde das “Kopfschuss”-Feature aus Anniversary modifiziert, so dass man erst einen gewissen Grad an Adrenalin aufbauen muss, bevor man solch einen Move ausführen kann. Dieses Feature finde ich jetzt persönlich noch komplizierter und schwer einzusetzen, wurde glücklicherweise aber auch nicht zwingend verlangt, um einen (End-)Gegner zur Strecke zu bringen. Man konnte also auch getrost drauf verzichten.
Die Schwierigkeit der Rätsel war auch in Ordnung, wobei das neue “Hinweis/Lösung”-System an einigen Stellen wirklich keine große Hilfe war und nur wiederholt hat was eh schon klar war. Da verstehe ich unter ‘Lösung’ was anderes. An einigen Stellen saß man dann doch schon eine ganze Weile, weil man einfach nicht sehen konnte, was man nun falsch gemacht hat. Größtenteils gab es in den Levels auch eine alternative Herangehensweise, d.h. es gab mehrere Orte an denen man hochklettern konnte oder Varianten wie man einige Orte erreicht. Diese haben dann natürlich auch wieder zusätzlich verwirrt, wenn man eher ein lineares Spielerlebnis gewohnt ist und auf der Suche nach dem eigentlichen Weg wieder an einem schon bekannten Ort landet.

Langzeitmotivation

Subjektiv kam mir das Spiel recht kurz vor. Man kann die 6 größeren Missionen und kleineren Einschübe innerhalb eines Wochenendes schaffen. Was mir fehlte war wieder das Croft-Manor, wie es aus den Vorgängern als frei begehbarer Erkundungslevel bekannt war. Auch waren die freispielbaren Goodies wie Concept Arts und Videos kein großer Anreiz, das Spiel nochmal anzufassen, was besonders noch daran lag, dass es zum Ende keine Level-Anwahl gab, um bestimmte Passagen erneut zu spielen. (s. Edit1) Auch ist Laras Kleiderschrank im Gegensatz zu Legend doch arg zusammengeschrumpft. Es stehen meistens so um die 2 Outfitvariationen zur Verfügung, in denen man die Level bestreiten kann, die sich aber laufend wiederholen und freispielen kann man auch keine mehr.

Edit1: Mit Version 1.1 kommt eine AutoSave-Funktion hinzu, die automatisch an jedem neuen Levelabschnitt ein Savegame erstellt. Nach Beendigung des Spiels wird ein Schatzsuche-Modus freigeschaltet, der aber sobald man ein neues Spiel beginnt nur noch per Savegame aufrufbar ist. In diesem Modus landet man zunächst wieder im ersten Level des Spiels. Nun kann man per PDA die Level anwählen, um diese erneut nach Schätzen zu durchsuchen.
Das ganze finde ich persönlich recht umständlich gelöst und wie man sieht kann man das ganze auch schnell mal übersehen. Das war man aus den Vorgängern eben anders und eleganter gewohnt.
Wenn man nun von einem Level wiederum in den ersten Level springt, gibt es sogar ein neues Outfit anzuwählen. Dieses unterscheidet sich jedoch kaum vom Standard-Neoprenanzug, ist aber wenigstens etwas neues.
Der Patch behebt außerdem die Spielabstürze, die ab und zu auftraten und soll auch Verbesserungen an Steuerung und Kamera bringen. Letzteres konnte ich allerdings nicht feststellen. Im Gegenteil, subjektiv hatte ich den Eindruck, dass sich das Handling sogar noch verschlechtert hat.

Fazit

Wie ich finde ein gutes Spiel, das man sich als “Tomb Raider”- oder Actionadventure-Freund auf jeden Fall mal anschauen sollte. Das Spiel macht durchweg Spaß, auch wenn man doch bemängeln muss, dass die Liebe zum Detail besonders bei den Menüs und den Extras rund um das eigentliche Spiel etwas nachgelassen hat. In dieser Hinsicht hat Legend immer noch die Nase vorn. Also von mir trotzdem auf jeden Fall eine klare Spiel-Empfelung!!

Gesamtwertung: 8/10 Punkte

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