1/10 Punkte2/10 Punkte3/10 Punkte4/10 Punkte5/10 Punkte6/10 Punkte7/10 Punkte8/10 Punkte9/10 Punkte10/10 Punkte (6 Stimmen, Durchschnitt: 8.83/10)
Loading ... Loading ...

portal-kGerade gestern habe ich mal wieder ‘ne Runde “Portal” gezockt, und mich wieder über die Kompetenz und Kreativität von Valve gefreut. Für mich ist “Portal” ein wunderbares Beispiel aus neueren Zeiten, wie sehr Anspruch und Liebe zum Detail in einem PC-Game vertreten sein können. Oktober 2007 hat Valve seine Orange Box released, welche neben “Team Fortress 2″ und “Half-Life 2: Episode 2″  auch “Portal” enthielt. Einzelnd erhältlich war “Portal” erst nur über Steam, der Onlineplattform von Valve. Es gibt außerdem eine Xbox-360 und Playstation 3 Konvertierung. Für alle, die das Game noch nicht kennen, werde ich es hier etwas näher darstellen.

In “Portal” schlüpft man in die Rolle einer jungen Frau, die als Testsubjekt für die Forschungseinrichtung Aperture Science Enrichment Center der Aperture Laboratories eingesetzt wird. Ziel ist es, sich erfolgreich duch einige Testkammern zu knobeln und schließlich den Supercomputer zu zerstören, welcher die Tests kontrolliert. Wie schnell auffällt, besitzt diese künstliche Intelligenz eine gespaltene Persönlichkeit und begleitet einen mit viel Humor durch die Tests, welche alle videoüberwacht werden. Immer wieder wird die Hauptakteurin mit einem Kuchen gelockt, welchen es nach erfolgreicher Absolvierung der Tests geben soll. Einziges Hilsfmittel bei der Bewältigung der Tests ist die Portal-Gun, mit welcher man 2 verschiedene Portale (ein blaues, ein gelbes) an geeignete Flächen setzen kann. Sieht man in ein Portal hinein, so schaut man aus dem anderen hinaus, und so bewegt man sich oder verschiedene Gegenstände auf geschickte Art und Weise Richtung Ziel. Zu erwähnen ist hier noch die berücksichtigte Physik, welche wieder duch die Havoc-Engine realisiert wird. Hier ein Zitat aus dem Spiel dazu: “Was schnell hereingeht, kommt auch schnell wieder heraus”.

Gesteuert wird die Hauptakteurin über die Ego-Perspektive, jedoch hat “Portal” nicht viel mit klassischen Shootern gemein. Es gibt zwar einige Gegner, jedoch handelt es sich bei denen nur um Droiden, welche mit interessanten Sprüchen die Konfrontation lustiger gestalten. Eine Lebenspunkte-Anzeige gibt es nicht, ist auch überhaupt nicht nötig.  Was schnell positiv ins Auge fällt ist die gewohnt solide Source-Engine, welche sich hinter der schicken Grafik verbirgt. Gerade bei Spiegelungen in die Unendlichkeit (bei gegenüberliegenden Portalen) fällt auf, wie solide und Detailverliebt hier mal wieder von Valve programmiert wurde. Achtet man mal genauer auf die Texturierung der Umgebung fallen in einigen Ecken die Kritzeleien von einstiegen Testsubjekten auf, wie z.B. “The cake is a lie” oder “She’s watching you”.

Nun zu der Verwandschaft zwischen “Half-Life” und “Portal”. Da ich ein Fan des “Half-Life”-Universums bin, finde ich diesen Punkt besonders interessant. In einem der Überwachungsräume gegen Ende des Spiels fällt eine Präsentation auf, welche die Forschungseffizienz der Apperture Science Laboratories mit der der Black Mesa Research Facility vergleicht. Die Konkurrenz dieser beiden Forschungsunternehmen wird im Laufe des Spiels deutlich. Andersherum gibt es in “Half-Life 2: Episode 2″ eindeutige Verweise auf ein Forschungsschiff von Apperture Science. Vielleicht wird dann in “Half-Life: Episode 3″ die Portal-Gun zu ergattern sein.

Die wenigen negativen Punkte zu “Portal”, die mir so einfallen, sind unter anderem die ziemlich kurze Spieldauer (maximal 3 Stunden in der Kampagne), der vielleicht etwas zu niedrige Schwierigkeitsgrad der Testkammern und die niedrige Langzeitmotivation. Dazu muss man allerdings erwähnen, dass “Portal” kein Vollpreisspiel ist, sondern mit 20€ recht günstig ist.

Von mir bekommt “Portal” 9 von 10 Punkten, die Langzeitmotivation reicht leider nicht für die 10. An dieser Stelle nur ein “Weiter so” in Richtung Valve.

090


Bildergalerie (zum Vergrößern anklicken):

portal1-k

portal2-k

portal3-k

portal4-k


Verwandte Artikel