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Vor einigen Tagen habe ich mal wieder Lust auf ein Rennspiel bekommen. Nach kurzem Überlegen ist meine Wahl auf die “EA Most Wanted” Edition von “Need for Speed: Carbon” gefallen. Für nur 10€ gibts altbewährten Rennspaß, den warscheinlich der neueste Teil der Serie “Need for Speed: Undercover” auch nicht überbietet. Im Folgenden jetzt ein paar kurze Eindrücke.

Ich bin zwar nie ein Fan der “Need for Speed”-Reihe gewesen, trotzdem habe ich über die Jahre Einblicke in “NfS 4″ bis hin zu “NfS: Most Wanted” bekommen. Daher passte “Carbon” als direkter Nachfolger von “NfS:MW” sehr gut. Über die Namen der Serie kann man sich ziemlich Aufregen, aber dazu habe ich gerade keine Lust (Wie halbstark muss man sein, wenn man seine Games “Underground”, “Most Wanted” und “Carbon” nennt?).

Eine Neuerung bei “Carbon”: alle Fahrzeuge sind in drei Klassen unterteilt, Tuner (Normale Modelle von VW, Alfa und Renault), Musclecars und Exoten (Nicht-Amerikanische Sportwagen). Wieso diese Unterteilung eingeführt wurde weiß ich leider nicht, denn bei den Rennen sind Vertreter aller Klassen dabei. Diese einzelnen Klassen sind nun noch in drei Stufen unterteilt. Ein Wagen der Stufe 1 wird niemals auf das Niveau eines Wagens der Stufe 3 kommen, egal wie sehr dieser getuned wird. Diese Unterteilung ist für den Storymodus vielleicht ganz sinnvoll, für den Multiplayer jedoch totaler Schrott.

“Underground 2″ + “Most Wanted” = “Need for Speed: Carbon”

Wie bei “Underground 2″ gibt es eine frei befahrbare Stadt in der die Stadtteile der Reihe nach freigeschaltet werden, dies geschieht durch das bestehen von genügend Rennen in einem Gebiet. Die einzelnen Stadteile erobert man indem die Renn-Bosse der Gegend besiegt werden, und das geht nur im Canyon-Duell (Mehr zum Canyon-Duell weiter unten). Die Tuning-Möglichkeiten wurden nach den “Underground”-Teilen weiter verbessert. Nun gibt es den “Autosculpt” Modus, bei dem einzelne Komponenten individuell gestaltet werden können. Hinzu kommt die Polizei, welche nervigerweise nicht nur bei der freien Fahrt, sondern auch bei einzelnen Rennen ins Spielgeschehen eingreift und mühsamer Weise wieder abgehängt werden muss.

Die Renntypen sind: Rundkurs, Sprint, Kontrollpunkt, Drift, Massenrennen, Radarfalle, Canyon. Der neue große Renntyp ist Canyon, dieser besteht immer aus zwei Rennen, und findet nur zwischen zwei Teilnehmern statt. Es geht darum bei einer rasanten Bergabfahrt im Gebirge seinen Gegner im ersten Rennen zu verfolgen und das so dicht wie möglich. Je dichter desto mehr Punkte gibt es. Beim zweiten Rennen wird dann der Spieß umgedreht, und der Jäger wird zum Gejagten. Derjenige mit der höheren Punktzahl gewinnt das Canyon-Duell. Dabei verliert derjenige der die Leitplanken durchbricht und in den Abgrund fällt oder überholt wird. Dummerweise darf man den Nitro nicht einsetzen, was den Renntyp deutlich schwieriger macht.

Auch neu in diesem Teil ist die Erschaffung einer eigenen Crew. Dieses setzt sich zusammen aus einem selbst und drei weiteren Fahrern. Ein ausgewähltes Teammitglied steht bei den normalen Rennen zur Seite und übt unterstüztende Tätigkeiten aus, abhängig von seiner Klasse. Es gibt drei (Die magische Zahl!) Klassen: Blocker, Schlepper und Scouts. Blocker blocken, Schlepper schleppen und Scouts scouten. Aktiviert werden die Fähigkeiten per Knopfdruck, dazu muss man sich immer nerviges Gelaber anhören und wird öfters ausgebremst. Komischerweise scheinen die anderen Fahrer auf der Strecke kein Teammitglied zu besitzen (die Glücklichen).

Die Grafik ist wie gewohnt recht annehmbar und da “NfS:Carbon” noch aus dem Jahre 2006 stammt, dürften wohl selbst auf etwas betagteren Rechnern keine Performanceprobleme auftreten. Das Einzige was natürlich stört ist die total limitierte Auswahl an Auflösungen: 640×480, 800×600, 1024×768, 1280×1024 und 1600×1200 (Die Auswahl war zwar bei den anderen “NfS”-Vertretern ähnlich, aber es nervt schon ziemlich mit einem 16:10 Monitor).

Fazit

Wer denkt, dass die “Need for Speed”-Reihe ihren Höhepunkt bei “Underground 1+2″ hatte, der wird “Carbon” sicher lieben. Für alle anderen eine nette Abwechslung für wenig Geld, und für einen LAN-Cup völlig ausreichend. Wieso das Ganze so halbstark daherkommen muss weiß ich nicht, aber der Masse gefällts ja anscheinend (siehe “Need for Speed: Undercover”).

Meine Bewertung: 6,5/10 Punkte

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