LucasArts: Die gute alte Scumm-Zeit…
Hersteller, PC-Spiele |
10. 03. 2009 |
Pau |
Wenn ich hier mal Computer wie Atari, C64 und Amiga nenne, komme ich mir schon ziemlich alt vor, aber meine Begeisterung für die guten alten Adventures von “LucasArts”, damals noch “Lucasfilm Games”, reicht wirklich weit zurück. Ich kann mich noch erinnern, wie ich mit einem Kumpel am Atari saß, um “Indiana Jones and the Last Crusade” durchzuspielen, die Komplettlösung haben wir noch selber erstellt und wirklich Wochen gerätselt. Aber es war so spannend, die ganzen Sommerferien gingen damals dafür drauf. Doch das war nur der Anfang einer glücklichen Adventurezeit, die allerdings einige Jahre später keine Fortsetzung mehr bekommen sollte.
Ich war nie der Mensch für Jump’n'Run-Games, aber die Adventures trafen absolut meinen Nerv. “Zak McKracken” spielten wir auch noch am Atari, dann kam der Amiga und es hieß Disketten wechseln. “The Secret of Monkey Island” fing mit 4 Stück an, “Monkey Island 2″ schaffte es schon auf 12, “Indiana Jones and the Fate of Atlantis” sogar auf 13 Disketten. “Oh, Diskette 8, dann kommt in der nächsten Szene wieder die rothaarige Frau…”
Dann kam der erste PC, ein 486er, und es war beeindruckend, wie Indiana Jones auf einmal in wenigen Sekunden den Marktplatz überquerte, was am Amiga noch mehrere stockende Minuten und mindestens drei verschiedene Disketten benötigt hatte. Aber weiterhin blieben die LucasArts nahezu die einzigen Spiele, die mich begeistern konnten. “Day of the Tentacle” stellte dann für mich den Höhepunkt dar, die gute alte Scumm-Technik, kombiniert mit lustigem Comicstil und (Wow!) Sprachausgabe. “Sam & Max” war auch noch nett, aber danach begann der Abstieg.
“Monkey Island 3″ machte noch Spaß, aber das Verschwinden der guten alten Scumm-Technik war ein erheblicher Verlust. “Grim Fandango” fehlte trotz witziger Idee irgendwie das alte Feeling und mit “Monkey Island 4″ war dann alles vorbei, die Steuerung war ätzend und die komplette Optik wirkte einfach nur unpassend.
Ja, es gab mit “Loom” und “The Dig” auch vorher schon ein paar nicht so gelungene Adventures aus der LucasArts-Schmiede, aber generell habe ich seitdem keine Spiele mehr gespielt, die mich so lange vor den Rechner bannen konnten. Aber ich scheine wohl definitv nicht zur Masse zu gehören, sonst hätte LucasArts diesen Spieltyp vermutlich nicht komplett aufgegeben.
Ach ja, damals… Ok, ich werde alt und früher war eben alles besser!
Wie und auf welchen Rechnersystemen sind euch denn die guten Adventure-Klassiker von LucasArts über den Weg gelaufen und wie wichtig waren sie für euch?



1 Kommentar | Einen eigenen Kommentar schreiben
Ich habe die Hochphase der LucasArts-Adventures zwar nur als Kind mitbekommen, habe sie aber größtenteils auch geliebt. Zumindest “Monkey Island 1-3″ und vor allem “Indiana Jones and the Fate of Atlantis”, vermutlich das beste Adventure von LucasArts. “Day of the Tentacle” und die Deluxe-Version von dessen Vorgänger habe ich auch gespielt und fand es klasse, ist aber sehr kurz und dann teilweise schon sehr kindlich. Aber die Idee der drei Zeitebenen ist klasse. Fazitös: “Monkey Island” und das wahre “Indy 4″ haben bei mir hohen Stellenwert, “Day of the Tentacle” war auch klasse, “Sam & Max” war nie ganz mein Fall, “The Dig” war eigentlich ganz cool (wäre das Ende nicht), “Maniac Mansion” auch und “Indiana Jones and the Last Crusade” ist dann von der Bedienung und Grafik her schon fast ein wenig zu alt.
11.03.09 10:40 Uhr | | Nach oben
Einen Kommentar schreiben
(Deine Emailadresse wird nicht veröffentlicht)