“Dead Space” - Im Weltall hört dich keiner schreien
PC-Spiele, PS3, XBOX 360 |
22. 03. 2009 |
Bateman |
EA stand früher für null Innovation, doch mit “Mirror’s Edge” und “Dead Space” ändert sich das jetzt schlagartig. “Dead Space” ist ein Survival-Game, welches berechtigt seine FSK 18 bekommen hat. Mit einem gelungenen Interface und einem Überlebenskampf nach dem anderen arbeitet man sich systematisch durch ein still gelegtes Raumschiff. Immer auf der Suche nach einer Fluchtmöglichkeit von dem verdammten Raumschiff und einem Lebenszeichen seiner Freundin. Ein kleines Meisterwerk, denn selten war ein Spiel so spannend, abwechslungsreich und fordernd.
Gestatten? Kein Held, sondern ein Mechaniker!
Als Mechaniker sollte ich eigentlich mit einer kleinen Crew eine Bergungsarbeit machen. Ein Raumschiff, auf dem ausgerechnet meine Freundin reiste, meldete sich nicht mehr und so brachen wir auf, um die Ursache des Problems zu finden. Doch an Bord schnappte etwas schlagartig meine Crew. Zwei der Leute konnten sich noch verschanzen, ich selber lief weg und bastelte panisch aus meinen Werkzeugen Waffen. Eins war mir bewusst. Im Raumschiff lebt etwas und es will mich.
Die Mischung macht es!
Ich weiß bei diesem Spiel wirklich nicht, wo ich anfangen soll. Als erstes fällt einem die tolle Grundidee des Spiels auf. Sie ist zwar nicht sonderlich originell, trotzdem habe ich noch nie ein solches Spiel bisher gespielt. Fast alleine auf einem gigantischen Raumschiff, bewaffnet nur mit deinem Werkzeug muss man allerhand machen, bis man sich wieder aus dem Raumschiff rausschlagen kann. Dabei ist die Geschichte recht überschaubar, trotzdem gibt es ständig weitere Erkenntnisse über die Kreaturen, die einen verfolgen und man hat ständig neue Probleme mit dem elenden Schiff, um es wieder in Betrieb zu setzen. So bekommt man eine bunte Mischung aus fiesem Horror/Kämpfen und anspruchsvollen Rästeln.
Adrenalin erhöht den Spielspaß
Als zweites fällt einem die Angst auf, die man erlebt. Deine Feinde sind intelligent, sie nehmen nie den selben Weg, um zu dir zu kommen. Wenn sie das erste Mal aus einem Schacht vor dir rauskrochen, so packen sie dich das nächste Mal von der Decke. Dabei erlebt man eine tolle Inzenierung, gepaart mit einer Musik und Grafik, die den Angstschweiß noch höher treibt. Und auch das Gameplay gibt einem den Rest. Um ins Inventar zu kommen, erscheint ein kleiner Bildschirm im Spiel vor deiner Figur. Das alles passiert in Echtzeit und da überlegt man es sich drei Mal, bevor man die Waffe wechselt, schließlich erfordert das eine gewisse Ablenkung, die man sich nicht leisten kann.
Survival/Shooter/Jump n’Run/Adventure
Das Gameplay ist generell klasse. Mit “Dead Space” bekommt man eine tolle Mischung “Survival”, “Shooter”, “Jump N’Run” und vor allem auch mit vielen Rätseleinlagen. Diese treten sehr häufig auf, sind sehr knackig und auch abwechslungsreich. Abwechslunsgreich ist das Spiel generell. Trotz des tristen Setting bekommt man viel geboten. Ob man auf der Außenhülle des Schiffs lang wandert, durch einen botanischen Garten geht oder durchs Glas einen schönen Meteroidenhagel bewundern kann.
Viel geboten für viel Gewalt gegen Außerirdische
Die Spielzeit beträgt dabei locker um 12-15 Stunden. So bekommt man einiges geboten. Die Gewalt im Spiel ist zwar schon recht extrem, passt aber zum Ambiente und es gibt ja auch schließlich einen Grund, weswegen es einen großen FSK 18 Stempel auf dem Cover trägt.
Fazit
Wer sich gerne gruseln will und dazu interessante Rätsel auf einem stillgelegten Schiff erleben mag, der ist mit “Dead Space” bestens aufgehoben. Es besitzt die Atmossphäre eines “Event Horizon” oder eines “Aliens”. Als Survival-Spiel das beste seiner Art, meines Erachtens viel gelungener als das hoch gelobte “Resi.5″, und sogar eins der besten Spiele 2008.
Gesamtwertung: 9,5/10 Punkte
![]()
Bildergalerie (zum Vergrößern anklicken)









6 Kommentare | Einen eigenen Kommentar schreiben
Ich habe gerade vor einigen Wochen dieses Spiel ans Herz gelegt bekommen. Allerdings die PC-Version, also deckt sich meine Einsicht ins Spiel nicht ganz mit der von BATEMAN.
Horror-Shooter mag ich generell schon, besonders die “Doom 3″ sind mir sehr gut in Erinnerung geblieben. Ein Kumpel hat mir nun von “Dead Space” vorgeschwärmt, und mit dem Kommentar “noch besser als Doom 3″ habe ich dann auch ziemlich Lust bekommen mich mal wieder des Nachts am Rechner zu Gruseln.
Vorurteile hatte ich von Anfang an gegen “Dead Space”. EA hat schon so viel Mist auf den Markt geworfen, und Kosolen Portierungen tun fast nie wirklich gut.
Nach der Installation gleich mal reingeschaut. Die Maussteuerung im Menü fiel mir gleich negativ auf, aber solangs nur im Menü ist kann ich damit Leben.
Also ins Spiel rein, und nach der Anfangssequenz losgespielt. Und da kam auch schon ganz feste:
die Performance ist nicht wirklich gut, und dabei ist mein Rechner nicht schlecht. Aber das Schlimmste: Die Steuerung ist sowas von schlecht, so etwas dreistes habe ich selten bisher erlebt. Total träge und ungenau. Dabei meine ich nicht die Third-person Perspektive, die ist eig recht interessant, da gebe ich BATEMAN recht.
Um nicht umsonst so lange bei der Installation gewartet zu haben, habe ich mich dann durchgerungen einige Stunden zu spielen. Und dabei ist mir Folgendes aufgefallen: “Dead Space” kann sich keinesfalls mit “Doom 3″ messen, jedenfalls nicht bis zu dem Punkt den ich in der Kampagne erreicht habe. Die Gegner kamen mir nicht sonderlich unheimlich vor. Irgendwelche abgehobenen Aliens die unbeholfen durch die Gegend staksen, da brauchts schon etwas mehr um mich zu erschrecken.
Das Waffensystem ist wirklich ein großer Pluspunkt, und ich halte es für sehr gelungen. Auch die mehrmalige Aufforderung doch bitte die Gliedmaßen der Aliens abzuschießen bringt noch etwas fahrt in das ganze. Daher ist FSK18 hier berechtigt.
Zur Kampagne: Eigendlich das standart-Szenario, irgendjemand läuft alleine in einer verlassenen Station/Raumschiff rum und wird mit immer neuen Gegnern/Waffen konfrontiert.
Mein Fazit: Ich bin völlig enttäsucht worden in 3 Punkten:
- Schlechte Performance
- Geringer Gruselfaktor
- Absolut schlechte Steuerung
Hier gilt es zu beachten, dass ich die PC-Version gezockt habe, warscheinlich würde meine Berwertung für die XBOX-360 Version etwas besser ausfallen.
50 Prozent von mir. Für die schlechte Steuerung hätte ich eigendlich nicht mehr als 10 Prozent geben dürfen.
22.03.09 14:31 Uhr | | Nach oben
Hui, hätte nicht gedacht, dass man von dem Spiel so enttäuscht sein kann.
Na ja, imo zum einen sollte man es nicht mit “Doom 3″ messen, da beide in einem ganz anderem Genre liegen. “Doom 3″ ist ein Egoshooter mit Gruselatmosspähre ohne irgendwas dazu. “Dead Space” ist ein Survival Game, da sind Welten zwischen, mit Rätsel und Jump n’Run Einlagen. Abgesehen davon, dass “Doom 3″ halt ohne große Rätsel oder Jump n’Run Einlagen verfügt, so fängt es beim “Survival” ja schon an. Bei “Dead Space” werden die Gegner sparsamer eingesetzt und es ist immer ein regelrechter panischer Überlebenskampf, fängt ja damit schon an, dass die Munition oft nie reicht und man wegläuft bzw. per Nahkampf die Gegner erledigen muss, während “Doom” wie bei jedem anderen Shooter alles abknallt, was einem vor die Linse kommt.
Über die PC Portierung kann ich net urteilen, hab nur per X-Box gezockt.
Die Monster finde ich persönlich schon sehr gruselig, aber nicht nur durchs Aussehen sondern gerade durch die KI.
Zwei Sachen, die ich in der Kritik ganz vergass.
1) Was Henning schon sagte: Man muss die Gegner taktisch abschiessen. Überlegen, wo es sinnvoll ist den Gegner zu treffen und wo nicht.
2) Das Interface ist sehr gelungen. Nie ist ein Inventar oder auch die Gesundheitsleiste/Munitionsleiste so gelungen in ein Spiel integriert worden. Alles ist an der Figur “rangeheftet” und so verliert sich das Gefühl, man spiele bloss ein Spiel und es wird umso realer.
Schlussendlich ist das aber immer Geschmackssache.
22.03.09 14:47 Uhr | | Nach oben
Auch die Grafik wird sinnvoller genutzt. Besitzt “Doom” sehr viele Schlauchlevels, so kann man bei “DS” auch was vom Weltraum sehen. Sein es andere Planeten, eine Außenhülle, auf der man wandert oder ein Asteroidenhagel, den man erleben darf.
22.03.09 14:50 Uhr | | Nach oben
Ok, ich denke meine Position in dieser Diskussion ist nicht wirklich haltbar, da ich “Dead Space” nicht durchgespielt habe. Daher werde ich mich jetzt mal daran machen die Kampagne weiterzuspielen.
22.03.09 16:11 Uhr | | Nach oben
Hehe.
Will ja nicht wieder zu aggressiv klingen. Habe “Doom” damals nur bis zur Hälfte gespielt. Hoffe, ich habe sinnvoll argumentiert und nicht krampfhaft geschrieben.
22.03.09 16:47 Uhr | | Nach oben
Also kann in Bezug auf “Dead Space” jetzt überhaupt nicht mitreden, aber ich würde “Doom 3″ auf jeden Fall auch als Survival-Horror ansehen. Es gibt dort viele Stellen, an denen es kaum irgendwelche Monster gibt, was die Spannung ins unermessliche treibt, da man immer wieder hinter der nächsten Ecke einen erwartet. Außerdem muss man auch dort sehr mit der Munition hausraten. Wenn man sich nicht geschickt genug anstellt kann die auch ausgehen und man muss mit Taschenlampe oder Fäusten weiter durchkämpfen, was dann meistens allerdings mit einem baldigen Ableben endet. Noch dazu bietet auch “Doom 3″ einige kleinere Sprungpassagen und auch Rätselelemente, wenn es mal wieder darum geht die Codes für die Munitionsschränke herauszufinden oder Türen zu öffnen.
Daher würde ich es nicht als einfachen Baller-Alles-ab-Shooter betrachten, wie es “Doom 1″ vielleicht noch war.
nur mal so.
25.03.09 19:51 Uhr | | Nach oben
Einen Kommentar schreiben
(Deine Emailadresse wird nicht veröffentlicht)